Das Kaffeemehl vor dem Shot richtig vorzubereiten (auch Puck-Vorbereitung genannt), ist wichtig für einen köstlichen, ausgewogenen Espresso. Schau dir das Video an oder folge den Schritten unten, um zu lernen, wie du deinen Kaffee gut vorbereitest.
Inhaltsverzeichnis
Videoanleitung
Hinweis: Dieses Video ist auf Englisch.
Schriftliche Anleitung
Schritt 1: Verteilen
Bei der Vorbereitung deines Kaffees geht es zuerst darum, ein flaches, gleichmäßiges Kaffeebett im Siebträger zu schaffen. Ein ungleichmäßiges Kaffeebett führt zu Channeling – und damit zu einem wässrigen, unterextrahierten Shot.
Halte den Siebträger mit dem Kaffee in einer Hand. Mit der anderen Hand streichst du das Kaffeebett mit dem mittleren Teil deines Zeigefingers sanft glatt und ebnest es. Wenn du zum Daumen hin streichst, nutze das vorderste Gelenk deines Zeigefingers als Stützpunkt am Rand des Siebträgers. Wenn du wieder nach außen streichst, nimm stattdessen das unterste Gelenk deines Zeigefingers.
Da du mit fein gemahlenem Kaffee arbeitest, fang mit weniger Kraft an, als du denkst, und steigere sie dann. Mit zu viel Kraft verteilst du den Kaffee womöglich nur überall.
Und keine Sorge, wenn dabei ein bisschen Kaffee verloren geht.
Achte dabei auch darauf, dass an allen freiliegenden Teilen des Siebträgers kein verirrtes Kaffeemehl hängt. Die Nasen, der Hals und die Oberseite des Siebträgers sollten schön sauber sein, wenn du ihn in deine Espressomaschine einsetzt.
Schritt 2: Verdichten
Beim Verdichten drückst du das Kaffeemehl im Siebträger zusammen, sodass ein Puck entsteht.
Stell den Siebträger vor dem Verdichten auf eine flache, ebene Oberfläche. Du drückst gleich mit ordentlich Kraft nach unten – denk daran, wenn du die Unterlage auswählst.
Greif den Tamper so, als würdest du einen Türknauf oder eine Taschenlampe greifen, mit dem Daumen nach unten.
Setz dann die flache Seite des Tampers in den Siebträger und drück mit ordentlich Kraft – für alle, die es genau wissen wollen: 20–30 Pfund (ca. 9–14 kg) –, damit alles dicht und kompakt ist. Wichtig ist, den Druck gleichmäßig und gerade auszuüben, damit die Oberfläche nicht zu einer Seite hin schräg wird.
So kannst du das gut prüfen: Lass den Tamper nach dem Verdichten im Siebträger und halte beides auf Augenhöhe. Wenn du den Siebträger drehst, siehst du, ob die Oberfläche zu einer Seite hin schräg ist.
Wisch danach noch einmal verirrtes Kaffeemehl vom Siebträger ab.
Wie sieht ein gut verdichteter Puck aus?
Ein gut verdichteter Puck hat eine glatte, ebene Oberfläche ohne Risse, Lücken oder loses Kaffeemehl. Er sollte sich fest anfühlen, nicht bröselig oder uneben. Wenn du den Siebträger leicht kippst, sollte der Puck intakt bleiben und weder abrutschen noch Risse bekommen.
Wie verhält sich ein gut verdichteter Puck?
Schau dir die Unterseite des Siebträgers an, während dein Shot durchläuft – das ist eine der besten Möglichkeiten, deine Vorbereitung zu beurteilen.
Dein Shot sollte mit ein paar langsamen, dunklen Tropfen beginnen, die zu einem gleichmäßigen, sirupartigen Strahl zusammenlaufen. Dieser Übergang zeigt dir, dass sich Druck aufbaut und der Puck dem Wasser genug Widerstand bietet, um das Beste aus dem Kaffee zu extrahieren.
Wenn dein Shot fertig ist, solltest du auf dem Espresso auch einen Schaum sehen, die sogenannte Crema. Wie viel Crema entsteht, hängt von mehreren Faktoren ab, aber ein gut verdichteter Puck trägt dazu bei.
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